Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.
Kreisvereinigung Aachen
Gedenken an die Pogromnacht am 9. November 1938
Für eine Zukunft frei von Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und Krieg
Teil der Veranstaltungsreihe "Was tun gegen Antisemitismus" der VVN-BdA Aachen in Kooperation mit dem Vorbereitungskreis "Gedenken am 9. November" im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Aachen
Mittwoch, 09. November 2011, 17:30
Synagogenplatz, Aachen
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ließ die nationalsozialistische Führung der Stadt Aachen die Synagoge von ihren Helferinnen und Helfern in Brand setzen. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden misshandelt, ihre Wohnungen und Geschäfte demoliert.
268 Menschen wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen deportiert. All dies geschah unter den Augen, mit der Duldung und teilweise mit Zustimmung der Aachener Bevölkerung. Dem Novemberpogrom waren aus rassistischer und politischer Feindschaft jahrelange Ausgrenzung, behördliche Erfassung und Kriminalisierung von Menschen vorausgegangen. Der 9. November war für sie nicht der Schlusspunkt einer vom rassistischen Wahn getriebenen Staatspolitik, sondern der Beginn der Massenvernichtung von Millionen Menschen.

Das darf sich nie wiederholen !
Trotz unserer vielfältigen Warnungen und zahlreichen Proteste ist in der Region Aachen eine der gefährlichsten Neonazi- Gruppen aktiv. Die „Kameradschaft Aachener Land“ ist eine kriminelle Vereinigung, deren Zweck die Begehung von Straftaten ist. Sie beschmieren den jüdischen Friedhof und die Synagoge, sie bedrohen Menschen, die ihnen politisch nicht passen und erzeugen ein Klima der Angst. Ganze Stadtteile werden mit ihren Parolen verunstaltet. Für ihre Straftaten müssen die Neonazis selten fürchten, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Justiz und Strafverfolgungsbehörden gelingt es bisher nicht, dem Spuk ein Ende zu setzen.
Auflösung von KAL und NPD jetzt!
Wir verstehen den Kampf gegen Neonazis als Grundlage für den Aufbau einer gerechten und friedlichen Gesellschaft gleichberechtigter Menschen. Es ist also eine gesamt gesellschaftliche Aufgabe und keine allein polizeiliche. Wir erwarten, dass auch die Politik ihren Beitrag leistet. Die Bürgermeister der Region tun dies regelmäßig. Nun fordern wir von der Landesregierung, dass sie endlich ein sofortiges Verbot der „Kameradschaft Aachener Land“ ausspricht und durchsetzt. Die Blockade der Landesregierung gegen das Verbot der NPD muss aufgegeben werden. Die staatlichen Spitzel in den Reihen der Neonazis bringen nur Geld in die Kassen der Neonazis und werten diese auf.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
wir rufen auf: am Mittwoch, 9. November 2011 Mahnwache: 17.30 Uhr, Synagogenplatz
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Unterstützer-Innen: Antifaschistisches Aktionsbündnis; Aachener Friedenspreis; Cafe Zuflucht; Deutscher Gewerkschaftsbund NRW Region Süd-West; Deutsche Kommunistische Partei (DKP); Die Linke Kreisverband Städteregion; DIFA Aachen Deutsch-Iranisches Forum e.V; Eine Welt Forum e.V.; Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt; Gewerkschaft Ver.di Aachen-Düren-Erft; Griechische Gemeinde; Gruppe Z , Stolberg; Kirche gegen Rechts; Pax Christi Gruppe; Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ); Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken, KV Aachen; Stiftung Frieden lernen-Frieden schaffen; Unabhängige WählerInnengemeinschaft Aachen Bürgerwille; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA)
20111109_1_programmflyer_klein.pdf (122 KB / 2 S.)
20111109_2_novpogrom2011.pdf (83 KB / 1 S.)
VVN-BdA Aachen