Wir stehen an diesem Tag zu dieser Stunde an diesem Ort, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Wir erinnern an die Angehörigen der jüdischen Gemeinde dieser Stadt, die im Jahr 1938 fünf Jahre nationalsozialistischen Terror und wachsende gesellschaftliche Ausgrenzung, ja Gewalt erduldet hatten, an Menschen, deren Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager kaum zwei Jahre später beginnen sollte, an Menschen, von denen nur wenige den Völkermord überlebt haben.
Artikel
Das Schicksal der Stolberger Roma
8. November 2010
Das Jahr 1938 markiert die entscheidenden Schritte der Nazis im Hinblick auf die Verfolgung der jüdischen Bürger, aber diese verlief auch parallel zur Bekämpfung von Sinti und Roma.In den Nürnberger Rassegesetzen von Januar 1936 waren beide – sowohl Juden als auch Sinti und Roma – zu artfremden Rassen in Europa deklariert worden.
Rechtsterroristische Aktivitäten und Verbindungen der sogenannten Kameradschaft Aachener Land (KAL)
8. November 2010
Einzelne Städte und Kommunen in Nordrhein-Westfalen entwickeln sich zunehmend zu ungestörten Aktionsräumen militanter Neofaschisten. Neben der Ruhrgebietsmetropole Dortmund, die in den letzten Jahren aufgrund massiv zunehmender Nazigewalt von sich reden machte, sind gewalttätige Rechte vor allem im Raum Aachen aktiv.So kommt es dort seit geraumer Zeit zu Bedrohungen und Übergriffen, die meist aus dem Umfeld der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) verübt wurden. Besagte Gruppierung gilt als eine der aktionsorientiertesten und militantesten Kameradschaften in ganz NRW. Zudem sind ihre Sympathisanten und Mitglieder weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens heraus vernetzt und aktiv.
Nazi-Aufmärsche gemeinsam blockieren!
5. November 2010
Erneut wollen Neonazis von der NPD, den sogenannte „freie Kameradschaften“ u.a. im April 2011 Stolberg mit Großaufmärschen von mehreren Hundert Beteiligten belästigen. Doch bereits jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, die Naziaufmärsche wirkungsvoll zu blockieren.
SPD-Unvereinbarkeitsbeschluss mit der VVN aufgehoben!
5. November 2010
Manchmal dauert es etwas länger: Der Parteivorstand der SPD hat den Unvereinbarkeitsbeschluss mit der VVN von 1948 am 25.10.2010 aufgehoben, also nach 62 Jahren.
Stammtisch ohne Führer
3. November 2010
Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung hat wieder einmal deutlich gemacht, wie verbreitet rechtsextreme und insbesondere rassistische Einstellungen in Deutschland sind. Trotzdem scheint für eine neue Rechtspartei kein Platz zu sein.
Militarisierung des Volkstrauertags
26. Oktober 2010
Zur Geschichte des Volkstrauertags und des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge haben wir vor Jahren eine Broschüre erstellt „Der deutsche Militarismus ist nicht tot – er riecht nur streng“. Es muss hier der Hinweis auf die Verfügbarkeit im Internet genügen: www.nrw.vvn-bda.de/bilder/Militarismus.pdf (einige Exemplare der Broschüre sind noch verfügbar).Heute geht es um die Veränderungen der letzten Jahre. In Aachen gibt es seit Jahren eine Zweiteilung am Volkstrauertag. Einerseits die jährliche Gedenkveranstaltung der VVN-BdA an den Gräbern der KZ Opfer auf dem Waldfriedhof. Andererseits die Gedenkverstaltung von Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge mit dem Stadtrat bzw. der Städteregion Aachen. In den letzten Jahren hat an Bedeutung gewonnen, dass der Volksbund im Anschluss an seine Veranstaltung in der Aula Carolina auf dem Waldfriedhof am Hochkreuz der Soldaten (Inschrift: Hier ruhen deutsche Soldaten 1914-16, 1917-18 und 1939 bis 1945) Kränze niederlegt. Dabei spielt die Bundeswehr eine zunehmend aggressive Rolle.
Düren: Skandal-Urteil gegen Antifaschisten
14. Oktober 2010
Trotz widersprüchlicher Aussagen der Belastungszeugen hat das Amtsgericht Düren einen Antifaschisten zu einer Geldstrafe in Höhe von 250,- Euro verurteilt. Der Verurteilte soll den „Kameradschaftsführer“ der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) Rene Laube durch einen Faustschlag leicht am Kinn verletzt und außerdem die Vermieterin einer Kneipe in der Dürener Kölnstraße genötigt haben.
2. Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“ in Alsdorf erfolgreich durchgeführt
1. Oktober 2010
Am Samstag trafen ungefähr 100 Aktivisten aus den verschiedenen Initiativen gegen Rechts in der Region Aachen zusammen, um einen ganzen Tag über Strategien gegen Nazi-Aufmärsche und die weitere Vernetzung ihrer Arbeit zu diskutieren. Zur Beginn der Konferenz begrüßte der Bürgermeister von Alsdorf Alfred Sonders die Gäste in der Gustav Heinemann Gesamtschule. Auch die stellvertretenden Bürgermeisterinnen aus Stolberg und Aachen sprachen Grußworte. Sie bestätigten das Bild der Demonstrationen der vergangenen Monate. Parlamentarische Politik und außerparlamentarische Initiativen hatten Hand in Hand gegen Nazi-Aufmärsche protestiert. Für die Organisatoren bedankte sich Kurt Heiler von der VVN- Bund der Antifaschisten für die herzliche Aufnahme der Konferenz in Alsdorf.
Schlusserklärung der 2. Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“
1. Oktober 2010
Heute haben sich erneut über hundert Aktivisten und Unterstützer der Basisbewegung „Aktiv gegen Rechts“ in der Region Aachen zu einer ganztägigen Konferenz getroffen.Die vergangenen Wochen in der Region waren geprägt von den Blockaden und Demonstrationen gegen eine anti-muslimische NPD Kampagne, die sich gegen den bevorstehenden Bau einer neuen Moschee in Aachen richtet. Die NPD nutzte die Aufmerksamkeit, die das Thema durch die Buchveröffentlichung des Ex-Bundesbankvorstandsmitglieds Thilo Sarrazin erhält.










