Zahlreiche zeitgenössische Diagnosen haben in den letzten Jahren vor der Wiederkehr des Faschismus in den USA oder Europa gewarnt. Aber was bedeutet dieser in den 1920er Jahren geprägte Begriff heute überhaupt – und welche Phänomene werden damit bezeichnet?
Der Vortrag unternimmt vor dem Hintergrund der von Krieg, Inflation oder Klimawandel geprägten „Vielfachkrise“ eine historisch-kritische Untersuchung des Phänomens Faschismus und prüft, ob mit diesem Begriff – der von unterschiedlichsten politischen Kräften mitunter inflationär und polemisch verwendet wird – die Gegenwart analysiert werden kann. Anhand der Länderbeispiele USA und Deutschland wird exemplarisch gefragt, welche Ideologie und Strategie hier zentral ist und welche Anziehungskraft die neue (extreme) Rechte hat.
Referent:
Richard Gebhardt, Politologe, lebt und arbeitet als Politischer Bildner und Publizist in Köln und Aachen.