Vor dem Haus an der Salierallee 7 in Aachen erinnert seit 2009 ein Stolperstein an Anna Amberg, die am 15. Juni 1942 von Aachen nach Sobibor deportiert und dort ermordet wurde. Als begeisterte Aachenerin und überzeugte Protestantin wuchs sie als Tochter eines jüdischen Ehepaares auf. Die Bedrohung durch das NS-Regime prägte das Leben der Familie seit 1933. Ihren vier Kindern ermöglichte Anna Amberg die Flucht, während ihre eigenen Versuche scheiterten.
Zum Internationalen Holocaustgedenktag 2027 eröffnet eine Szenische Lesung aus Briefen der Familie Amberg eine eindringliche und persönliche Perspektive auf Verfolgung, Hoffnung und Abschied. Mit Waltraud Felsch, die die Geschichte der Familie erforschte, Kontakt zu den Nachfahren aufnahm und den Stolperstein verlegen ließ, realisiert die vhs Aachen das Projekt in Kooperation mit dem Theater Aachen.
Theater Aachen, Kammer
Der Eintritt ist frei.