Als Sechsjährige verließ Judith Konowaloff 1939 mit ihren Eltern Bernhard und Sara Konowaloff, geb. Schuster, Aachen. Nach einer langen, gefährlichen Flucht durch Belgien und Frankreich, ständig in Angst vor Entdeckung und Verrat, entkam die jüdische Familie den Nazis und konnte in Frankreich ein neues Leben anfangen. Ermöglicht wurde die Flucht durch das katholische Ehepaar Wilhelm und Karoline Jansen. Bei ihnen wohnte die Familie Konowaloff kurzzeitig bis zur Flucht 1939. Wilhelm und Karoline Jansen wurden 1941 verhaftet – Wilhelm starb 1942 im KZ Dachau, Karoline überlebte das KZ Ravensbrück. 2025 wurden für sie Stolpersteine verlegt.
Wilma Hoekstra-von Cleef (2. Vorsitzende des Gedenkbuchprojekt für die Opfer der Shoah aus Aachen e.V. und Bruni Siepmann gelang es, Judith ausfindig zu machen. Basierend auf einem Video-Gespräch mit der heute 94-Jährigen zeichnen sie das Schicksal der Familie nach. 2027 werden auch für Familie Konowaloff Stolpersteine verlegt.